- Zirkonoxidgerüst + IPS e.max Schichtung
- Kontrolliertes Cut-back-Design
- Abdeckung verfärbter Stümpfe
- Brand im Programat P300
- Natürliche Transluzenz und Tiefenwirkung
Was ist verblendetes Zirkonoxid (E.max)?
Verblendetes Zirkonoxid ist eine Restauration, bei der IPS e.max Keramik vom Zahntechniker Schicht für Schicht auf ein CAD/CAM-gefrästes Zirkonoxidgerüst aufgetragen wird. Das Gerüst sorgt für die Festigkeit, die Verblendkeramik bildet die Unterschiede in Farbe und Lichtdurchlässigkeit zwischen Dentin, Schmelz und Inzisalbereich nach. So entsteht eine tiefere, lebendigere Ästhetik, als sie mit einer monolithischen Restauration möglich ist.
Indikationen
Diese Lösung kommt im ästhetisch anspruchsvollen Frontzahnbereich und bei Prämolaren in der Lachlinie zum Einsatz. Bei verfärbten Stümpfen oder Zähnen mit Metallstiften kann das Zirkonoxidgerüst den dunklen Untergrund abdecken. Das ist ein Vorteil in Situationen, in denen ein vollkeramisches Veneer oder eine Vollkeramikkrone nicht ausreichen würde.
- Einzelkronen und kurze Brücken im Frontzahnbereich
- Verfärbte Stümpfe oder Zähne mit Metallstiften
- Fälle mit exakter Farb- und Oberflächenanpassung an Nachbarzähne
- Implantatversorgungen in der ästhetischen Zone
Material und Fertigung
Zunächst wird die endgültige Restauration in 3Shape oder Exocad vollanatomisch konstruiert. Anschließend wird das Gerüst durch ein kontrolliertes Cut-back reduziert, sodass die Verblendkeramik einen gleichmäßigen, gut abgestützten Raum erhält. Dadurch werden ungestützte Keramikanteile vermieden und das Chipping-Risiko sinkt. Das Gerüst wird auf einer Arum 5-Achs-CAD/CAM-Fräsmaschine aus einer Zirkonoxid-Ronde gefräst und gesintert. Danach wird IPS e.max Keramik in Dentin-, Schmelz- und Effektschichten aufgebaut und im Ivoclar Vivadent Programat P300 mit kontrollierten Brennprogrammen gebrannt. Zum Schluss werden Oberflächentextur und Glanz an die Nachbarzähne angepasst.
Warum Marjinal CAD?
Bei Marjinal CAD verbinden wir digitale Präzision mit zahntechnischer Handarbeit. Gerüstdesign und Randpassung werden digital geprüft, die Schichtung erfolgt von Hand mit der Sorgfalt, die die ästhetische Zone verlangt. Ihre Farbangaben und Fotos dienen als Referenz für Transluzenz, Mamelonstruktur und Charakterisierung. Gibt es in der Konstruktionsphase offene Fragen, stimmen wir uns vor der Fertigung mit Ihnen ab.
Fallübermittlung
Bei ästhetischen Fällen beeinflussen genaue Informationen das Ergebnis unmittelbar. Sie können Ihren Fall auf zwei Wegen senden:
- Intraoralscan: Senden Sie Ihre iTero-, 3Shape-TRIOS- oder Medit-Daten als STL/PLY-Datei. Wir empfehlen Gegenkiefer, Bissregistrat und nach Möglichkeit einen Scan vor der Präparation.
- Konventionelle Abformung: Senden Sie eine Silikonabformung oder ein Gipsmodell; diese werden in unserem Dentallabor gescannt und digitalisiert.
Fügen Sie dem Auftrag bitte Fotos mit Farbmuster, die Stumpffarbe und besondere Charakterisierungswünsche bei. Sie erreichen uns unter +90 542 329 30 56 oder per E-Mail an [email protected].
Häufige Fragen
Worin unterscheidet sich verblendetes von monolithischem Zirkonoxid?
Monolithisches Zirkonoxid ist einteilig und unverblendet. Beim verblendeten Zirkonoxid wird IPS e.max Keramik von Hand auf das Gerüst geschichtet, was mehr Transluzenz und Lebendigkeit ergibt.
Eignet sich verblendetes Zirkonoxid für verfärbte Stümpfe?
Ja. Das Zirkonoxidgerüst kann dunkle Stümpfe und Metallstifte abdecken und ist daher bei verfärbten Zähnen eine gute Wahl.
Wie wird das Chipping-Risiko bei Verblendungen reduziert?
Wir reduzieren das Gerüst aus der vollanatomischen Konstruktion durch ein kontrolliertes Cut-back. So ist die Keramik überall abgestützt und gleichmäßig stark.
Welche Informationen benötigen Sie für einen ästhetischen Fall?
Fotos mit Farbmuster, Stumpffarbe, Gegenkiefer und Bissregistrat haben den größten Einfluss auf das Ergebnis.